7 Tipps für perfekten Filterkaffe

Filterkaffee erlebt derzeit ein Comeback. Das hat gute Gründe:

Immer mehr Menschen legen bei der Auswahl der Kaffeebohnen den Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität.

Hat man erst einmal die richtige Bohne gefunden, möchte man das Meiste aus ihr herausholen. Während beim Espresso eine relativ hohe Einstiegsinvestition für eine Siebträgermaschine oder einen Vollautomaten nötig ist, kann das Zubehör für den Filterkaffee, insbesondere dem Handfilter („Pour Over“), bereits für kleines Geld erworben werden und hervorragende Ergebnisse erzielen. Damit steht dem Weg in die Welt des Premiumkaffees nichts mehr im Wege.

Wir haben wir für dich sieben Tipps gesammelt, mit denen du konstant hervorragende Ergebnisse erzielen kannst.

 

  1. Genaue Mengen

Auch wenn Kaffee in erster Linie Genuss und keine Wissenschaft ist: Um die Verwendung einer Waage führt kein Weg herum. Du brauchst hier nicht viel zu investieren, aber nur wenn du genau weißt, wie viel Kaffee und wie viel Wasser du verwendest, kannst du ein gutes Ergebnis widerholen.

 

Tipp: Schreibe dir die verwendeten Mengen auf, eine entsprechende Tabelle zum Ausdrucken findest du hier.

 

  1. Richtige Wassertemperatur

Zu heißes Wasser lässt deinen Kaffee bitter und verbrannt schmecken, zu kaltes Wasser macht ihn wässrig. Die Ideale Temperatur liegt zwischen 92 - 96°C. Kein Thermometer zur Hand? Kein Problem. Bring das Wasser zum Kochen und warte anschließend eine Minute, das Wasser sollte jetzt in etwa bei 96°C heiß sein.

 

Tipp: Dunkler geröstete Bohnen sollten weniger heiß aufgebrüht werden als heller geröstete. Am besten experimentierst du hier etwas herum!

 

  1. Korrekte Brew-Ratio

Die Brew-Ratio bezeichnet das Mengenverhältnis von Kaffeemehl zu Wasser. Sie ist verantwortlich für die Intensität und den Geschmack des fertigen Kaffees.

Du bist Purist und trinkst deinen Kaffee am liebsten schwarz? Nimm 60 Gramm Kaffeebohnen pro Liter Wasser (für 200 Ml Kaffee brauchst du dementsprechend 12 Gramm Bohnen).

Für etwas stärkeren Kaffee, der auch in Milch seinen Geschmack durchsetzen kann, solltest du mehr Kaffeebohnen verwenden, 70 Gramm Bohnen auf den Liter Wasser haben sich hier bewährt (für 200 Ml Kaffee brauchst du dementsprechend 14 Gramm Bohnen).

 

  1. Homogener Mahlgrad

Die Bohnen unmittelbar vor dem Aufbrühen zu mahlen ist der goldene Weg zu maximalem Geschmack. Dazu solltest du eine Mühle verwenden, die möglichst homogenes Mahlgut erzeugt. Andernfalls hast du einerseits sehr grobe Partikel im Filter, die unterextrahiert sein werden und für mehr Säure im Kaffee sorgen, zum anderen entstehen sehr feine und überextrahierte Partikel, wodurch du zusätzlich Bitterkeit in die Tasse bekommst.

 

Tipp: Der Mahlgrad sollte in etwa Tafelsalz entsprechen.

 

  1. Die Filtervorbereitung

Neben Metallfiltern sind Papierfilter am weitesten verbreitet. Um Geschmacksbeeinträchtigungen zu vermeiden, solltest du vor dem Brühvorgang den Filter mit heißem Wasser durchspülen, damit sich etwaige Partikel lösen. Gleichzeitig wird damit alles vorgewärmt, das sorgt anschließend für eine konstantere Temperatur. Zwei Fliegen mit einer Klappe!

 

Tipp: Die Farbe des Filterpapiers sagt nichts über seine Qualität aus. Braun ist genauso gut wie weiß.

 

  1. Bohnenqualität

Der Geschmack deines Kaffees richtet sich nach den verwendeten Bohnen.

Du hast sicher schon oft gehört, dass hochwertige Bohnen schonend trommelgeröstet werden, aber was bedeutet das eigentlich?

Im Gegensatz zum Kaffee aus dem Supermarkt, der meist in großen Mengen kurz und sehr heiß geröstet wird, werden die Bohnen hier über einen längeren Zeitraum bei niedrigerer Temperatur in einer rotierenden Trommel in kleinenren Chargen geröstet. So bekommt die Bohne ausreichend Zeit, ihr volles Aroma zu entwickeln.

Du kannst dir das wie bei einer Ofenkartoffel vorstellen: Wenn du sie für 5 Minuten bei 400 Grad röstest, wird sie von außen fertig aussehen, innen aber noch hart, roh und fast ungenießbar sein. Wenn du sie allerdings für 30 Minuten bei 200 Grad röstest, wird sie gleichmäßig durchgegart sein und hervorragend schmecken.

 

Tipp: Hier kommt es auf dich an. Vergleiche und finde die Bohne, die dir am besten schmeckt. Wenn du etwas eher Süßes und Mildes suchst, ist der Café de Guatemala N°06 das richtige für dich. Wenn du offen für Experimente bist, legen wir dir den Espresso N°O5 ans Herz. Obwohl als Espresso geröstet, kannst du von ihm im Filter ein intensives Aroma mit Anklängen von Orangenoten erwarten.

 

  1. Wasserqualität

99% deines fertigen Kaffees bestehen woraus? Ganz genau, Wasser. Je nach dem wo du wohnst, enthält dein Wasser unterschiedliche Mengen an Mineralien und anderen gelösten Stoffen. Diese beeinflussen die Extraktion und den Geschmack des Kaffees. Faustregel: Würdest du das Wasser nicht pur trinken, solltest du damit auch nicht brühen. Wenn dein Wasser besonders kalk- oder chlorhaltig sein sollte, probier doch mal Wasser aus der Flasche aus, wahrscheinlich erkennst du sofort einen Unterschied.

Tipp: Dein Wasserkocher wird sich bei dir bedanken.