Anbauregionen

Unsere Kaffees und Espressi wurden sorgfältig nach ihrem Herkunftsland ausgewählt und durch den Röstprozess so veredelt, dass die jeweiligen Charakteristika erhalten bleiben. Hier erfährst du mehr über die Regionen, aus denen der Rohkaffee für unsere Black-Edition und White Edition stammt.

Afrika – Kaffee mit besonderem Charakter

In Afrika wird bereits seit Jahrhunderten Kaffee angebaut und gehandelt. In vielen Staaten ist das braune Gold eine der wichtigsten Einnahmequellen. Besonders bekannt sind die feinen Bohnen aus Äthiopien, der Geburtsstätte des Kaffees. Daneben wird noch in einer Vielzahl weiterer Staaten Kaffee angebaut und in die ganze Welt verschifft. Neben Äthiopien sind besonders Kenia, Ruanda, Burundi, Sambia und Tansania für erlesene Kaffees bekannt. Afrikanischer Kaffee zeichnet sich durch meist fruchtige, häufig beerige und blumige Aromen aus und viele Sorten eignen sich bei richtiger Röstung sehr gut als Filterkaffee. Besonders Arabica Kaffee aus Afrika genießt einen hervorragenden Ruf und gehört mit zu den besten Kaffeesorten weltweit.

Äthiopien – Die Geburtsstätte des Kaffees

Der westafrikanische Staat Äthiopien, mit seinen mehr als 100 Millionen Einwohnern, gilt als Wiege des Kaffees. Auch wenn die Kaffeepflanze hier nicht ihren Ursprung hat, wurde die Frucht und später das Getränk hier das erste Mal konsumiert. Seitdem hat sich in dem Staat eine einzigartige Kaffeeanbaukultur entwickelt, die mit die besten Kaffeeerzeugnisse der Welt hervorbringt. Kaffee aus Äthiopien zeichnet sich durch seinen blumigen, fruchtigen und komplexen Charakter aus. Oft wird das Wesen durch Einschläge von Zitrusfrucht, kandiertem Obst und Beeren bestimmt.

Kenia – Fruchtiger und intensiver Kaffee

Obwohl Kenia direkt an die Wiege des Kaffees, Äthiopien angrenzt, wurde mit dem Kaffeeanbau erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen. Schnell wurde ein Grading-System für die Qualitätssicherung etabliert, das noch heute die Erträge in unterschiedliche Güteklassen aufteilt. Von AA (die größten und schönsten Bohnen) bis hin zu T und TT, womit Abfälle gekennzeichnet werden, die nur noch für Instantkaffee genutzt werden können. Ein Großteil der Ernte fällt auf die Klasse AB, mit der große bis mittelgroße Bohnen zusammengefasst werden, die nicht die höchste aber sehr gute Qualität aufweisen. Kenianischer Kaffee genießt weltweit einen sehr guten Ruf und ist für ausgeprägte Fruchtnoten, viel Süße bei gleichzeitig intensiver Säure bekannt. Besonders die neu gezüchteten Sorten SL-28 und SL-34 erlangen zunehmende Bekanntheit in der Spezialitätenszene.

Ruanda – Fokus auf Qualität

In dem kleinen Staat im Osten Afrikas herrschen durch die Höhenlage ideale Bedingungen für den Anbau von Arabica Kaffee. Besonders die Kultivierung unterschiedlicher Bourbon-Mutationen mit Fokus auf höchste Qualität, garantiert sehr gute Erzeugnisse. Um diese Entwicklung weiter voran zu treiben, veranstaltet Ruanda als einziges afrikanisches Land Cup of Excellence Wettbewerbe, um die Welt auf die hochwertigen Bohnen aufmerksam zu machen und mit anschließenden Auktionen höhere Preise für die besten Kaffees zu erzielen. Erzeugnisse aus Ruanda zeichnen sich durch beerige und blumige Aromen aus und eignen sich hervorragend als Filterkaffee.

Sambia – Kaffeezwerg mit viel Potential

Sambia ist ein sehr kleiner Kaffeeproduzent. In dem Land in Ostafrika werden aktuell nicht einmal 1000 Tonnen Kaffee im Jahr produziert. Die Erzeugnisse sind eher unauffällig und glänzen selten mit herausragenden Eigenschaften. Der Kaffeesektor im Land blieb zu lange unberücksichtigt und es wurde zu wenig in die Weiterentwicklung und Kultivierung bester Plantagen bzw. Sorten investiert. Durch sehr gute geografischen Bedingungen und ein günstiges Klima, hat das Land viel Potential was den Anbau feiner Sorten betrifft. Bisher wird aber zu wenig im Spezialitätensektor unternommen. Die meist von der Bourbon Pflanze stammenden Bohnen zeichnen sich durch blumige und fruchtige Noten aus.

Tansania – Guter Arabica und Robusta

Das Land ist Ostafrika ist nicht nur wegen seines Tierreichtums bekannt. In Tansania wird auch teils sehr guter Kaffee kultiviert. Ein Großteil der Ernte stammt dabei von einem der fast 470.000 Kleinbauern. Sie produzieren 90% der gesamten Kaffeemenge. In Tansania wird neben Arabica auch eine beträchtliche Menge Robusta angebaut. Besonders der Norden des Landes hat sich auf den Tieflandkaffee spezialisiert. Ähnlich wie in Äthiopien gibt es auch hier ein Grading System für den Kaffee, das mit Qualitätsbezeichnungen wie AA, AB usw. arbeitet. Kaffee, besonders Arabica aus Tansania ist sehr saftig, fruchtig und komplex in seinen Aromen.

 

Brasilien – Größter Kaffeeproduzent der Welt

Brasilien ist der mit Abstand größte Kaffeeerzeuger der Erde. Mehr als ein Drittel des gesamten Kaffees stammen von hier. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen sogar mehr als Dreiviertel aller Bohnen aus Brasilien. Das Land dominiert mit seiner auf Effizienz und meist auf Quantität ausgelegten Produktion den Welthandel. Durch extrem große und mechanisierte Kaffeefarmen können unvorstellbare Mengen Kaffee kultiviert und geerntet werden. Darunter leidet der Ruf der Erzeugnisse. Durch die Massenproduktion und eine teilweise mangelhafte Nachverfolgbarkeit, wird pauschal eine schlechte Kaffeequalität unterstellt. Mag das für einen gewissen Teil der Produktion stimmen, gibt es mittlerweile auch eine Vielzahl von Spezialitätenanbietern, die sich auf den Anbau erlesener Sorten und Qualitäten fokussiert haben. Kaffees aus Brasilien zeichnen sich durch einen vollen Körper, wenig Säure und ausgeprägte Aromen nach Nüssen und Schokolade aus.

 

Guatemala – Eine einzigartige Kombination von Geschmacksnoten

Kaffee wird seit 1750 in Guatemala angebaut und wurde schnell zum wichtigsten Exportgut des Landes. Durch einen frühen Fokus auf Qualität erlangten die Erzeugnisse weltweit einen sehr guten Ruf. Durch einen mehr als 30-jährigen Bürgerkrieg, der 1960 begann, litt allerdings die gesamte Produktion und mit ihr auch die Qualität. Seit der Jahrtausendwende erholt sich der Sektor langsam wieder und man knüpft auch qualitativ an alte Erfolge an. Kaffee aus Guatemala weist ein breites Spektrum an Aromen und Geschmacksnoten auf. Der Großteil der Ernte ist Arabica Kaffee, der mit leichten, fruchtigen Noten aber auch mit schweren, schokoladigen Geschmacksprofilen zu überzeugen weiß. Erzeugnisse aus dem Land gelingt die Kombination aus einem vollen, würzigen Charakter mit fruchtigen, komplexen Einschlägen. Durch diese Eigenschaften sind viele der Kaffees sowohl als Espresso als auch als Filterkaffee geeignet.

 

Kolumbien – Ein breites Spektrum an Geschmacksprofilen

Kolumbien ist einer der größten Kaffeeproduzenten der Welt. Das Land in Südamerika begann bereits Anfang des 18. Jahrhunderts mit dem Anbau von Kaffee und baute die Produktion schnell aus. Durch eine gute Qualität und ein aggressives Marketing haben sich kolumbianische Erzeugnisse weltweit etabliert und das Image eines Kaffeelandes wurde geprägt. Die zum Großteil aus Arabica bestehende Ernte zeichnet sich durch meist süße und schokoladige Geschmacksnoten aus. Das Spektrum ist allerdings sehr breit und die Aromaprofile variieren abhängig von der jeweiligen Anbauregion teils stark.